Prüfung

Wie funktioniert die Führerprüfung?

So läuft die praktische Prüfung ab: Dauer, Ablauf, was drankommt und was der Experte wirklich bewertet.

Veröffentlicht: 1. Dezember 2025Lesezeit: 7 Minuten
fuehrerpruefung

Die praktische Prüfung ist im Kern eine ganz normale Fahrt im echten Verkehr – einfach mit einem Experten neben dir, der prüft, ob du allein sicher unterwegs sein kannst. Er sucht nicht „Fehler zum Abstrafen", sondern schaut, ob du Risiken im Griff hast.

1

Wie viel Zeit musst du einplanen?

Für Kategorie B (Auto) solltest du je nach Kanton ungefähr 60 Minuten einplanen – inklusive kurzer Einführung und Schlussgespräch. Seit März 2024 müssen mindestens 45 Minuten im öffentlichen Strassenverkehr gefahren werden.

  • Start / Instruktion / kurzer Fahrzeug-Check
  • Prüfungsfahrt im Verkehr
  • Schlussgespräch / Resultat
2

Innerorts (30/50 km/h)

  • Blicktechnik (Spiegel/Schulterblick, vorausschauend)
  • Tempoanpassung (Zone 30, Schulzonen, unübersichtliche Stellen)
  • Fussgänger & Velos früh erkennen
  • Saubere Spurführung und ruhiges Fahren

Du bist aufmerksam, fährst flüssig, aber nicht hektisch – und erkennst Gefahren früh.

Rechtsvortritt & Vortritt allgemein

  • Rechtsvortritt zuverlässig erkennen
  • Bremsbereitschaft wo nötig
  • Klar entscheiden: fahren oder warten – ohne halbherzige Aktionen
  • Absichern (Blick in Kreuzungen, Fussgänger, Velos)

Vortritt ist einer der häufigsten Stolpersteine.

Ausserorts (80 km/h)

  • Korrektes Tempo (nicht schleichen, nicht drücken)
  • Abstand und Überholsituationen richtig einschätzen
  • Sauberes Kurvenverhalten, Linienwahl, Blick weit nach vorne
  • Anpassung an Wetter/Sicht (Nässe, tief stehende Sonne)

Sicher & vorausschauend – darum geht's hier.

Autobahn (100/120 km/h)

  • Korrektes Ein- und Ausfädeln (Beschleunigungsstreifen nutzen!)
  • Blicksystematik vor jedem Spurwechsel
  • Konstante Geschwindigkeit, genügend Abstand
  • Ruhig bleiben, auch wenn's schnell wird

Nicht jede Route hat Autobahn, aber sie ist sehr oft dabei.

Manöver

  • Parkieren (seitwärts / rückwärts / vorwärts)
  • Wenden / Rückwärtsfahren
  • Notbremse / Bergsichern
  • Absichern (Spiegel/Schulterblick/Umgebung)

Du musst nicht perfekt manövrieren. Kleine Korrekturen sind normal – es muss sicher bleiben.

Was bewertet der Experte die ganze Zeit?

Kein Bauchgefühl, keine Quote – klare, nachvollziehbare Bewertung.

  • Sicherheit – keine gefährlichen Situationen verursachen
  • Selbstständigkeit – du kommst klar, ohne dauernd Hilfe
  • Blicktechnik – sehen, erkennen, reagieren
  • Regeln – Vortritt, Signale, Spurwahl
  • Fahrstil – ruhig, vorausschauend, nicht hektisch