Wie funktioniert die Führerprüfung?
So läuft die praktische Prüfung ab: Dauer, Ablauf, was drankommt und was der Experte wirklich bewertet.

Die praktische Prüfung ist im Kern eine ganz normale Fahrt im echten Verkehr – einfach mit einem Experten neben dir, der prüft, ob du allein sicher unterwegs sein kannst. Er sucht nicht „Fehler zum Abstrafen", sondern schaut, ob du Risiken im Griff hast.
Wie viel Zeit musst du einplanen?
Für Kategorie B (Auto) solltest du je nach Kanton ungefähr 60 Minuten einplanen – inklusive kurzer Einführung und Schlussgespräch. Seit März 2024 müssen mindestens 45 Minuten im öffentlichen Strassenverkehr gefahren werden.
- Start / Instruktion / kurzer Fahrzeug-Check
- Prüfungsfahrt im Verkehr
- Schlussgespräch / Resultat
Innerorts (30/50 km/h)
- Blicktechnik (Spiegel/Schulterblick, vorausschauend)
- Tempoanpassung (Zone 30, Schulzonen, unübersichtliche Stellen)
- Fussgänger & Velos früh erkennen
- Saubere Spurführung und ruhiges Fahren
Du bist aufmerksam, fährst flüssig, aber nicht hektisch – und erkennst Gefahren früh.
Rechtsvortritt & Vortritt allgemein
- Rechtsvortritt zuverlässig erkennen
- Bremsbereitschaft wo nötig
- Klar entscheiden: fahren oder warten – ohne halbherzige Aktionen
- Absichern (Blick in Kreuzungen, Fussgänger, Velos)
Vortritt ist einer der häufigsten Stolpersteine.
Ausserorts (80 km/h)
- Korrektes Tempo (nicht schleichen, nicht drücken)
- Abstand und Überholsituationen richtig einschätzen
- Sauberes Kurvenverhalten, Linienwahl, Blick weit nach vorne
- Anpassung an Wetter/Sicht (Nässe, tief stehende Sonne)
Sicher & vorausschauend – darum geht's hier.
Autobahn (100/120 km/h)
- Korrektes Ein- und Ausfädeln (Beschleunigungsstreifen nutzen!)
- Blicksystematik vor jedem Spurwechsel
- Konstante Geschwindigkeit, genügend Abstand
- Ruhig bleiben, auch wenn's schnell wird
Nicht jede Route hat Autobahn, aber sie ist sehr oft dabei.
Manöver
- Parkieren (seitwärts / rückwärts / vorwärts)
- Wenden / Rückwärtsfahren
- Notbremse / Bergsichern
- Absichern (Spiegel/Schulterblick/Umgebung)
Du musst nicht perfekt manövrieren. Kleine Korrekturen sind normal – es muss sicher bleiben.
Was bewertet der Experte die ganze Zeit?
Kein Bauchgefühl, keine Quote – klare, nachvollziehbare Bewertung.
- Sicherheit – keine gefährlichen Situationen verursachen
- Selbstständigkeit – du kommst klar, ohne dauernd Hilfe
- Blicktechnik – sehen, erkennen, reagieren
- Regeln – Vortritt, Signale, Spurwahl
- Fahrstil – ruhig, vorausschauend, nicht hektisch
